Endlich rauchfrei!

 

„Ich höre zu rauchen auf!” Hört sich doch simpel an - oder doch nicht? Schon, wenn man es hinter sich hat, aber vorher? Heute Mittag war Alexander mit 3 Rauchern (Zufall) dienstlich essen (kein Zufall - war geplant). Es entwickelte sich ein nettes Gespräch. Um nicht nur dienstliche Themen zu besprechen - man ist ja schließlich beim Mittagessen - wurde Alexander gefragt ob er immer noch Nichtraucher sei.

„Ja, seit 15. April 2005 - 19:30 Uhr” - „Toll! Bewunderung!” - „Und wie haben Sie das gemacht?” interessierte es den 2. anwesenden Verkäufer. Danach folgte eine fast 1½ stündige Diskussion, welche uns zu dieser Seite inspiriert.

Nach obenVorher

Bei Karin sind es mehr als 20 Jahre, bei Alexander „nur” knapp 8 Jahre die wir nun ununterbrochen (wieder) geraucht haben. Klar haben wir im Laufe der Jahre die Marken gewechselt - von Marlboro, HB über Kent und Stuyvesant aber immer in Richtung „leichterer” Zigaretten. Zum Schluss landeten wir bei Memphis Blue Ultra und rauchten so ca. 2 Packerln (Schachteln) pro Tag. Karin ein paar Zigaretten mehr, Alexander ein paar weniger. Nicht gerade wenig .

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Bei jeder Preissteigerung und jeder der jährlichen Vorsorgeuntersuchungen wurde der innere Wunsch „aber jetzt höre ich auf” größer. Auch das Gefühl Stück für Stück ausgegrenzt zu werden - dort darf man nicht mehr rauchen, da wird man in ein Eck zusammengedrängt - war alles andere als eine nette Zukunftsaussicht. Zuerst sprach keiner von uns beiden die Gedanken aus, aber mit der Zeit gestanden wir uns gegenseitig das Ansinnen „Eigentlich will ich aufhören zu rauchen. Was denkst Du denn darüber?”

Ein Zeitpunkt wurde gesucht und auch gefunden. Mal war es Neujahr, mal der Geburtstag, mal ein x-beliebiger Tag in der Zukunft. Komischerweise kam immer knapp vor Tag X etwas dazwischen, was die Durchführung extrem erschweren würde und daher ein anderen, natürlich in ferner Zukunft liegenden Tag viel günstiger für das Unterfangen machte.

Im Frühjahr 2005 war es dann aber soweit. Unsere Firma unterstützte finanziell den Besuch eines Nichtraucherseminars. Nein, nicht irgendein Seminar, sondern DAS Seminar Endlich Nichtraucher! von Allen Carr. In sechs Stunden Nichtraucher? Nur durch ein Seminar? Das soll funktionieren? In den Pausen darf man auch noch rauchen? Klingt ja fast unglaublich. Ok unser perönlicher Einsatz sind 6 Stunden unserer Freizeit und € 100.- (den Rest der Seminargebühr hat unser Arbeitgeber übernommen - nochmals danke für diese Großzügigkeit). Wir machen es!

Der Tag des Seminars rückte näher und gleichzeitig stieg unsere Nervosität. Keine Zigaretten mehr! Den „Lebensbegleiter” in guten wie auch in schlechten Zeiten soll es nicht mehr geben! Angst breitete sich aus. Nie mehr im Leben rauchen! Panik! Schnell noch eine Zigarette anzünden. Die letzten Tage als Raucher waren geprägt von deutlich stärkerem Konsum - wir haben die Tschik fast gefressen. Wie das schon klingt „die letzten” - Igittigitt. Na als allerletzte Möglichkeit kann man ja nach dem Seminar wieder zu rauchen beginnen. Seufz - ein wenig Erleichterung und jetzt schnell noch eine Zigarette anzünden.

Nach obenDas Seminar

Freitag, 15. April 2005 - 14:00 Uhr das Seminar beginnt. 18 KollegInnen sitzen im Sesselkreis - die Anspannung ist jedem/r anzusehen - und lauschen den Worten des Trainers. Er spricht von Gehirnwäsche und Veränderungen, von Manipulation und Beeinflussung. Da regt sich schon der Widerspruch eines Kollegen, welcher meint „Manipulieren lass ich mich von Ihnen nicht!”

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Aber solche Wortmeldungen steckt der Trainer locker weg - zeigt sogar Verständnis - und erklärt uns warum Gehirnwäsche bzw. sogar Psychoterror für uns dringend notwendig sind. Nach einiger Zeit akzeptiert dies auch unser resoluter Kollege und das Seminar geht in geordneten Bahnen weiter.

Nikotin wirkt sich im Gehirn positiv aus, denn mit jeder Zigarette erzeugen sie ein Wohlgefühl. Zigaretten machen glücklich. Schau - das haben wir gar nicht gewußt. Zigaretten unterscheiden sich nicht von anderen Drogen. Das Geheimnis der Zigarette ist, dass sie schneller als jede andere Droge wirkt - nämlich innerhalb von nur 7 Sekunden.

Der Redeschwall - der Trainer sprudelt nur so vor sich hin - immer wieder folgt ein Beispiel dem anderen - führte zu Themen wie „der Gelegenheitsraucher”, „der Großvater, welcher trotz täglich 100 Zigaretten 120 Jahre alt wurde”, „die gut schmeckenden Zigarette”, ... Haben wir ein bestimmtes Thema für eine/n RaucherIn ausgelassen?

Immer wieder wird das gleiche Thema mit anderen Worten und anderen Beispielen dargestellt! Dies führt dazu, dass bei irgendeinem Beispiel jedermann oder jederfrau innerlich „ja - genau” zustimmt und so einen Bezug herstellt. Einfach aber wirksam!

5½ Stunden später kommt der entscheidende Moment „Jeder raucht seine persönlich letzte Zigarette!” Einsam trotz der anderen KollegInnen im selben Raum, den Aschenbecher in der Hand haltend, an der letzten Zigarette saugend, sitzt jeder da. Den letzten Zug genießen und zum allerletzten Mal den traurigen Rest ausdämpfen. Als auch der letzte Kollege seinen Zigarettenstummel entsorgt hat, schließt der Trainer den Abschnitt mit den Worten „Jetzt sind Sie Nichtraucher!”

Nach obenDie ersten Tage danach

Nach dem Seminar - also als ganz frische NichtraucherInnen - gehen wir Abendessen. Einerseits fühlt es sich etwas komisch an so ganz ohne Zigarette, aber andererseits auch wieder ganz normal. Nach dem Essen noch ein kleiner Espresso und dann ab nach Hause und ins Bett. Für heute haben wir genug erlebt.

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Dass es mit dem Aufhören allein nicht ganz getan ist, hat uns der Trainer erzählt. Auch, dass wir unser Leben ohne Zigaretten neu ordnen und viele eingeübte Situationen „überlernen” müssen, haben wir gehört. Dass aber die Entzugserscheinungen (besonders bei Alexander) an den ersten beiden Tagen danach sehr heftig ausfallen, war für uns etwas schockierend.

Wir fühlen uns wie in einem letztklassigen Film. Einmal schweißnass, dann wieder eiskalt, kurz darauf steigt wieder ein Schwall Hitze auf. Karin hat geschwollene Füße und kauft sich Venen-Gel, das sie im Kühlschrank aufbewahrt. No Prost, Mahlzeit! Solche Entzugserscheinungen haben wir uns nicht erwartet. Aber anders betrachtet, was haben wir unserem armen Körper bisher alles angetan, dass er mit so einer Gegenwehr antwortet?! In Summe fühlen wir uns unruhig und rastlos.

Aber auch dieses Wochenende geht vorüber und wir sind noch immer ganz stolze NichtraucherInnen. Im Büro werden die ersten Erfahrungen ausgetauscht und die ersten Rückfälle bedauert. Leider sind nicht alle 18 Personen übers Wochenende Nichtraucher geblieben.

Ein kleines Helferlein schützt uns während der ersten Tage vor Rückfällen. Um das „Ahhhhh” Gefühl beim Einatmen wieder zu spüren - der Zug an einer Zigarette erzeugt genau so ein Gefühl, das Einatmen normaler Luft leider nicht - lutschen wir extrem scharfe und zuckerfreie Zuckerl. Dann fühlt sich das Einatmen wieder ähnlich an.

So vergehen Tage um Tage und der Gusto nach Zigaretten wieder immer geringer. Bei großem Verlangen den Satz „Und was wird beim Rauchen einer Zigarette jetzt besser?” in Erinnerung gerufen und schon geht die Attacke ohne Schaden vorbei.

2 Wochen später verläuft unser Leben ohne Zigaretten fast so normal wie vorher mit. Nur eine Tätigkeit bei jedem von uns - bei Karin ist es das Sitzen auf der Terrasse und bei Alexander das Spielen am PC - erzeugt deutlich spürbares körperliches Unbehagen, sodass wir diese nicht ausführen können. Hier beginnt unser Körper zu vibrieren und der Drang nach einer Zigarette wird stärker und stärker. Also nichts wie weg von da!

Nach obenDie Zeit danach

Heute, mehr als 9 Monate später geht es uns prächtig. Die durch den besseren Geschmack hinauf gefutterten 3 bzw. 5 Kilo sind wieder abtrainiert, wir fühlen uns um vieles lebendiger und ganz ehrlich, das Vorfürchten war das Schlimmste!

Zum Schluss: Falls es Dich nun interessiert, wie viele Zigaretten wir seitdem nicht mehr geraucht haben und wie viele fiktiven Euros wir uns damit erspart haben (das ersparte Geld haben wir selbstverständlich für andere nette Dinge ausgegeben), dann wechsle auf die Seite Über uns in die Zeile „ohne Rauch seit”. Möglicherweise erstaunen Dich die Zahlen genauso wie uns immer wieder. In diesem Sinne: Ich verzichte nicht auf was - Ich brauche es nicht mehr! Endlich wieder Nichtraucher!

Nach obenRegeneration

Macht das „Rauchen aufhören” überhaupt Sinn? Wie lange braucht mein Körper, um sich nach nach jahrelangem Rauchen wieder zu regenerieren? Ist „Hopfen und Malz” für immer verloren oder habe ich Chancen?

Die gute Nachricht: Dein Körper kann sich auch nach jahrelangem Rauchen regenerieren. Die etwas weniger gute Nachricht: Aber das wird ein Weilchen dauern.

nach 20 Minuten
Dein Blutdruck erreicht einen Wert nahe dem vor der letzten Zigarette, die Durchblutung verbessert sich, Deine Körpertemperatur normalisiert sich.
nach 8 Stunden
Der Kohlenstoffmonoxidspiegel im Blut sinkt wieder auf ein normales Niveau.
nach 24 Stunden
Das Herzinfarkt-Risiko sinkt.
nach 48 Stunden
Geruchs- und Geschmacksrezeptoren regenerieren sich. Gerüche und Düfte werden wieder besser wahrgenommen, auch der Geschmackssinn verbessert sich.
Ab 2 Wochen
Dein Blutkreislauf stabilisiert sich, die Lungenfunktion erhöht sich um rund 30 Prozent.
nach 1 bis 9 Monaten
Hustenanfälle reduzieren sich, Kurzatmigkeit und Abgeschlagenheit werden vermindert. Die Flimmerhärchen der Lunge fangen an, normal zu funktionieren und es kann ein Schleimabbau erfolgen. Die Lunge reinigt sich verstärkt, die Infektionsgefahr sinkt.
nach 1 Jahr
Dein Risiko einer koronaren Herzerkrankung ist nur noch halb so hoch wie das Risiko eines Rauchers.
nach 5 Jahren
Langsam sinkt Dein Schlaganfall-Risiko.
nach 10 Jahren
Krebs an Mund, Luft- und Speiseröhre droht Dir nur noch halb so stark wie einem Raucher.
nach 15 Jahren
Das Risiko einer Koronarinsuffizienz ist wieder auf dem Niveau eines Nichtrauchers.

 

Quelle: American Cancer Society

Abschließend noch eine kleine Auswahl an zufällig zusammen gestellten Büchern um Dein persönliches Zeitmanagement. Sollten hier nichts mehr zu sehen sein, dann schluckt Dein Werbefilter leider diese Informationen.

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Zum Schluss noch ein klein wenig Werbung zur Linderung unserer Kosten. Sollte hier nichts mehr zu sehen sein, dann schluckt sehr wahrscheinlich Dein Werbefilter diese Informationen.

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Thomas
schrieb am 10. Februar 2006

Bin zufällig auf diese Seite gestossen. Am Samstag vor 2 Wochen war ich Teilnehmer eines NR-Seminars von A.Carr's Easyway- und es hat mir echt 'was gebracht. Ich hätte es nicht für möglich gehalten. Es lief auch bei uns genauso ab, wie bei euch. Ich kann's jedem nur weiterempfehlen! Seither fühle ich mich auch schon viel besser und bin aktiver geworden. Endlich Nichtraucher! Liebe Grüsse, Thomas

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Gabriele
schrieb am 11. März 2006

Morgen eine Woche rauchfrei! Juhu! Ganz ohne Hilfsmittel, nur mit meinem Willen... geht auch! Von einem Tag auf den anderen. Habe ca. 15-20 Zigaretten täglich geraucht. Nicht rauchen ist leicht, nur die leidigen Situationen in denen man immer geraucht hat, sind schwer zu durchbrechen. Aber es geht, versprochen! So ein kleiner Glimmstängel sollte nicht dein Leben regieren. Liebe Grüße, Gabriele

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Julian
schrieb am 26. April 2006

Sehr schöne hp bin leider auch mehr durch Zufall drauf gekommen, brauche solche Infos allerdings für meine Schulaufgaben und haben sie nartürlich nicht 1 zu 1 übernommen.
Danke Julian (13)

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M@sterma®io
schrieb am 31. Jänner 2007

Ich habe seit 8 Wochen geschafft und ärgere mich nur es erst nach 30 Jahren versucht zu haben. Es ist nicht einfach (die erste Woche) aber nicht annähernd so schlimm, wie man sich einredet. Wer es wirklich will, soll sich nur keine Termine setzen. Zigarette aufrauchen, wenn man glaubt es ist für irgendetwas gut, und Schluss. Alles andere funktioniert nicht wirklich. Viel Erfolg, Bye!

 

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Rafael
schrieb am 20. Mai 2007

seit 30.12.2006 habe ich mit dem Rauchen aufgehört. Früher waren es 40-70 Zig./Tag 9 Jahre lang- und dann... ohne Pflaster, Bücher, Seminare, etc. aufgehört. Es kommt ein Moment wo das Rauchen dumm vorkommt, genau dann ist der Zeitpunkt optimal! Ignoriere diesen Augenblick nicht, er hilft Dir deine Dummheit zu erkennen. Es ist wirklich leichter als man es vermutet, ganhz ehrlich: ES ZAHLT SICH AUS

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blazey
schrieb am 16. Mai 2008

ich habe aus neugier mal einen tag lang nicht geraucht. ich wollte einfach nur mal wissen, was passiert, wenn ich einen tag lang nicht rauche. am nächsten tag wollte ich dann ganz normal wieder anfangen. es ging aber einfach nicht. 5 jahre lang. war davor 7 jahre lang raucher.

probiert es einfach mal aus. einen tag lang nicht rauchen, nur mal so aus neugierde.

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Peter (E-Mail-Adresse bekannt)
schrieb am 3. Juni 2008

Hallo, hab gestern mal einen Zug probiert um meinen Abschluss zu feiern. "Man lebt ja nur einmal". Nun will ich fragen wie lange meine Lunge braucht um diesen einen Zug wieder zu regenerieren.

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Christine (E-Mail-Adresse bekannt)
schrieb am 31. August 2008

Ich habe mit meinem Mann zusammen vor 2 Wochen aufgehört. Ich mit Pflaster und dem Buch "Endlich Nichtraucher" - mein Mann ohne Hilfsmittel. Die ersten 3 Tage ist es mir wohl etwas leichter gefallen, aber inzwischen geht es uns beiden gut. Und dank Allen Carr werden wir wohl auch nie mehr eine einzige Zigarette anfassen. Anlass zum Aufhören war übrigens unser zuckersüßes Enkelchen.

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Richard (E-Mail-Adresse bekannt)
schrieb am 4. September 2008

Nach etwa 25 Jahren und 2-3 Packungen am Tag habe ich jetzt endlich geschafft! Nach vielen Versuchen mit Pflaster, Kaugummis usw. wollte es einfach nicht gelingen.Das Buch von Allen Carr hat mich endlich motiviert und ich bin seit nunmehr 8 Monaten weg von dem Zeugs! Ich kann jedem nur empfehlen es einmal mit dem Buch zu versuchen!

 

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Maria (E-Mail-Adresse bekannt)
schrieb am 12. September 2008

Hi,
bin seit fast einer Woche NICHTRAUCHERIN.
Und diese Woche ist nicht gerade leicht.
Aber mit Hilfe des Buches Allen Carr werde ich es schon schaffen.
Habe voher ca 25 Zigaretten am Tag geraucht und das ca 25 Jahre lang.
Aber jetzt ist endlich schluss mit den ekeligen stinkigen giftigen Zigaretten.
Und mit dem Buch von Allen Carr lohnt sich jeder Versuch..
Also.... ran an die Gesundheit..

 

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