Wie alles begann

Am Anfang gab es viele Bilder von einer verwunschen-verwachsenen Terrasse in meinem Kopf,meinen dringenden Wunsch, diese Vorstellungen ganz, ganz schnell Wirklichkeit werden zu lassen und Gott sei Dank Alexander, der die praktische Seite abdeckte! Nebst meiner ureigensten Ungeduld, die mich fast dazu verleitet hätte, viel zu viele Pflanzen auf viel zu engem Raum zu setzen, sodass sich die ärmsten wahrscheinlich schon im ersten Sommer gegenseitig Licht und Platz streitig gemacht hätten, habe ich auch noch dieses Leiden, dass ich scheint's mit einigen meiner Geschlechtsgenossinnen teile - wenig bis kein räumliches Vorstellungsvermögen.

Gegen beide gibt's aber zum Glück Abhilfe: die eine ist Geduld, die zweite ein Maßband!

Nach obenPraktisch

Balkonkästen
Balkonkästen
Pflanzen für sonnige Standorte

 

ist vor allem der Wasseranschluss, den wir verlegen ließen, da mein Gärtlein südseitig ist und somit den ganzen Tag volle Sonne hat. Nun sorgt nicht nur die Bewässerungsanlage (Tropf Blumat) dafür, dass die Pflanzenkinder nicht dürsten, sondern auch wir beide sind an manchem heißen Tag schon froh über eine nasse Erfrischung aus dem Gartenschlauch gewesen.

Die Tonkegelchen für die automatische Bewässerung kann ich nur wärmstens empfehlen. Sie sind denkbar einfach zu handhaben, können vom Frühjahr bis vor dem ersten Frost draußen bleiben und kommen im nächsten Jahr einfach wieder an die gewünschte Stelle. Dadurch, dass man zu jeder Pflanze ein eigenes Tonkegelchen stecken kann, wird jede auch ganz individuell versorgt - ganz so wie sie es braucht.

Der Ton fungiert als Feuchtigkeitssensor, sodass gewährleistet ist, dass die Erde nicht zu trocken und auch nicht zu nass ist. Ersteres ist unbedingt notwendig und Zweiteres schätze ich auch sehr, da ich es gar nicht leiden kann, wenn trotz Regen wie wild bewässert wird. Außerdem ist das System auch sehr flexibel - erst vor ein paar Wochen haben wir es für Blumenampeln entlang des Daches verlängert.

Nach obenNotwendig

haben wir auch eine Alukiste für Klappbetten, Polster und Diverses gefunden, sowie einen super Kugelgrill für's leibliche Wohl, einen großen Sonnenschirm und eine Sitzgarnitur. Letztere zugunsten von Innenausstattung unserer damals ganz neuen Wohnung zuerst nur aus Kunststoff. Mittlerweile hab' ich mir aber meinen lang gehegten Wunsch erfüllt und eine Teakholz-Garnitur angeschafft. Jetzt steht der englischen Parkidylle nichts mehr im Wege.

Auch diverses Gartengerät gibt's natürlich - alles in Kleinformat, damit ich in den Töpfen und Trögen gut damit hantieren kann.

Kleine Schaufel, kleiner Rechen, kleine Heckenschere, auch im Topfgarten will ordentlich gejätet, belüftet und zusammengeräumt sein.

Nach obenSchön

war dann mein erster Kaufrausch bei Bellaflora. Natürlich hab' ich das Meiste trotz heftiger Zurückhaltung viel zu dicht gesetzt, weil ich das mit dem Verwunschen-Verwachsen wieder mal nicht erwarten konnte. So hat es dafür aber auch gleich im ersten Jahr nach mehr ausgesehen und der Ginster hat einen wunderbaren Duft verströmt.

Campsis radicans
Campsis radicans
Meine Campsis hat vom ersten Jahr an geblüht - das hat Seltenheitswert

 

Wenn auch vielleicht seitens der Hobbygärtnerin nicht alles so perfekt gelaufen ist, so war ich doch sehr stolz auf mein zwar mäßig aber doch grünendes und blühendes Gärtlein und konnte durch Beobachten und Ausprobieren so einiges in Bezug auf Pflege, Düngen, Standorte und Eigenheiten meiner Pflanzenkinder lernen.

Inzwischen hab ich mich für eine Mischung aus winterharten Pflanzen und einjährigen Sommerblumen entschieden. Zu den winterharten zählen zwei wunderschöne Zierquitten namens „Schneeweißchen und Rosenrot” (nach ihren Blütenfarben), ein wintergrünes Geißblatt (Lonicera henryi), 2 Trompetenwinden (Campsis radicans), 2 Brautspieren, die besonders üppig wachsen und sehr schnittverträglich sind und ein Lavendel, den ich wegen seines Duftes besonders gern hab'. Alle Winterharten stammen aus meiner ersten Anschaffung.

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